Intern-Erfolgreich-Kommunizieren

Joachim Löw erhält “Den Deutschen Medienpreis”
Intern-Erfolgreich-Kommunizieren gratuliert sehr herzlich

Die Interne Kommunikation ist die Keimzelle der Unternehmens-Kommunikation. Eine gute Interne Kommunikation ist daher auch die beste Basis für eine wirksame und erfolgreiche Kommunikation nach außen. Das hat Joachim Löw, zusammen mit seinem Team, bewiesen und hat so die 23 ausgewählten Spieler in die richtige Stimmung und damit in die Lage versetzt, dass alle gemeinsam den Titel der “FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien” gewinnen konnten. Zurecht wurde Joachim Löw nun “Der Deutsche Medienpreis” von “mediacontrol” verliehen.

Die Zauberworte beginnen mit “V”:
Vertrauen und Vorbild – Voraussetzungen für Victory

Joachim Löw spürt die Aura seiner Spieler. Er hat das Gespür für die Menschen, die in der von ihm beobachteten Entwicklung der Situation die richtigen Aktionen machen werden. Das ist eine Begabung, die er besitzt ebenso wie die, in der Situation dem Menschen, den er nun aufstellt, auswechselt oder einwechselt die richtigen Signale zu vermitteln, die richtigen Worte zu Mario Götze zu sagen: “Geh’ raus und zeig’ der Welt, dass Du besser bist als Messi.” Angesichts des hohen Levels, auf dem Lionel Messi sich befindet, trotz bei der WM gezeigter Schwächen, was die plötzlich aufblitzenden Momente hoher Kreativität, ja Genialität auch zeigten, könnte man / frau denken, es sei eine Vermessenheit, ein Irrtum so mit einem 22-jährigen WM-Neuling zu sprechen. Tatsächlich ist es die Gabe Qualität zu erkennen und anzuerkennen. Joachim Löw stellte Messi nicht zu mit Abwehrspielern sondern stellte seine Mannschaft so auf, dass diese in summa besser war als Messi. Dazu kommt seine Sehfähigkeit. Sicherlich hat er – auch mit Bewunderung – die beispiellosen Vorstöße des Lionel Messi gut studiert und hat auf der andern Seite immer wieder über die Jahre die intuitiv richtigen, bisweilen perfekten Bewegungsabläufe des Mario Götze mit und am Ball beobachtet und hat sich in beiden Fällen als Beobachter jeweils ganz und vorbehaltlos auf die agierende Person eingelassen. So ist er in der Lage den ganzen Menschen zu erfassen und wusste daher lange schon, dass Mario Götze eine mindestens ebenso große Begabung hat, wie Lionel Messi. Beide sind Künstler auf ihrem Gebiet. Künstler, egal in welchem Bereich, Kunst, Kultur oder Sport, brauchen das Vertrauen ihrer Förderer, weil der Geniestreich, anders als die beständig hohe Qualitätsleistung, nur in traumhaft stimmigen Momenten möglich ist. Diesen Sekundenbruchteil dann zu spüren und intuitiv das letzte Quäntchen hineinzulegen, braucht den ganzen Mut des Künstlers. Mut in die Bewegung zu gehen, die bei jedem genialen Tor wieder neu und unvergleichlich ist und ganz genau so nie wiederholt werden kann. Der Mut, der das letzte Quäntchen auslöst, speist sich aus dem verstehenden Vertrauen der fördernden Person. Fazit: Die Innere Kommunikation gelingt, weil Löw die Menschen, mit denen er arbeitet, schätzt und ihre Begabungen, Fähigkeiten, Stärken und Schwächen durch Beobachtung erkannt hat und so für seine Unterstützung den richtigen Rhythmus findet. So findet er auch das richtige Timing, wann er den, den er für gleich gut oder gar besser als Messi einschätzt, einwechselt, damit Mario Götze dann, auf der Basis des mannschaftlichen Gleichgewichts, seine künstlerische Begabung am Ball einsetzen kann und aus dem Gefühl heraus, der Trainer traut und vertraut meiner Begabung und meinem Können, in diesem SternenmomentFlanke von André Schürrle von links, Ball mit der Brust verarbeiten und mit dem Körper traumsicher auf den Fuß steuern, der im Moment der Ballberührung bereits leicht nach rechts eindreht, genau so viel, dass der Ball für den Tormann unhaltbar und zugleich weit genug links vom langen Pfosten ins Tor fliegt – der gesamten Mannschaft. Mannschaft? Ja, man könnte sagen im Namen der Mannschaft oder autorisiert durch die Mannschaft. Wie das? Mario Götze, der Künstler unter Hochbegabten, aber auch ein Ego, wie es ein echter Stürmer wie Miroslav Klose ausstrahlen muss, brauchen das Vertrauen, die Unterstützung und die Einforderung der Leistung auch durch die Mannschaft. Die Mannschaft kann die Besonderen bewundern, aber auf gleicher Augenhöhe, mit Stolz und Anerkennung. Nur dann ist der Künstler (primus inter pares), sind die “Spezialkräfte” (Joachim Löw) in der Lage, die psychische Kraft, die aus dem Zusammenwirken der Mannschaft erwächst, mitzunehmen in den magischen Moment, in dem die Stärke aus Können, Üben, gemeinsamem Wollen, intuitivem Erfassen des Moments sich in Sekundenbruchteilen wandelt in den Mut die Bewegung ganz durchzuführen – durchzuziehen – das Tor zu machen und damit das Neuland Weltmeister zu betreten. Das Risiko sich einem nie zuvor gekannten Gefühl des Glücks auszusetzen. Und dann ist er da, der Glücksmoment, der sternengleich die Energie im Stadion in sein Kraftfeld zieht und zugleich die Glücksenergie neu verteilt. Mit letzten Anstrengungen verteidigt die Mannschaft und der Sog des Glücksmoments entzieht zugleich der gegnerischen Elf die Energie zum Ausgleich.
Beweis und herausragendes Vorbild, dass Intern-Erfolgreich-Kommunizieren eine wichtige Voraussetzung für große Erfolge ist.
Autorin: Ruth Tollnek

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